Vor gut zwei Jahrzehnten hat der Gründungskurator der art Karlsruhe Ewald Karl Schrade Skulpturenplätze erfunden und sie zwischen den Ständen der Aussteller eingeplant. Sie sind bis heute begehrt, zeigen Facetten zeitgenössischer Bildhauerei und gelten als anerkennendes Statement zu den gezeigten Positionen. 2026 wurden insgesamt 18 Plätze in vier Hallen der art Karlsruhe freigehalten. Im Innenhof gab es einen Skulpturengarten und in den Gängen noch einmal 22 Skulpturen-Spots.

Der von der L-Bank gestiftete mit 20.000 € dotierte Lot-Skulptuenpreis ging 2026 zu gleichen Teilen an den gebürtigen Ravensburger Stahlbildhauer Robert Schad und an die ihn vertretende Galerie Schlachtenmaler. In seiner Laudatio begründete Jurysprecher Alexander Heil, Nachlassverwalter sowie Neffe von Wilhelm Loth, die Wahl wie folgt: „In seiner Karlsruher Zusammenstellung ist es dem Künstler erneut gelungen, die Bewegungsdiagramme ‚schwerer Leichtigkeit‘ von sechs doch so unterschiedlichen Skulpturen fantasievoll zu einer schlüssigen Komposition in ein interagierendes Ensemble zusammenzufassen. Die Jury hat Robert Schad den Preis für das Jahr 2026 mehrheitlich zuerkannt, nicht zuletzt im Hinblick auf das Lebensgesamtwerk.“

Der von der LBBW geförderte und 2026 erstmals verliehene LBBW academy:square award ging an Felix Wagner, der seit 2018 in der Klasse Prof. Ackermann an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe studiert. Felix Wagner darf sich über einen Ankauf für die renommierte Sammlung der LBBW freuen.

ham, 9. Februar 2026

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