Daniel Maria Thurau, Noli me tangere                                           

 

 

Niemand kommt hier lebend raus. Malerei                   

21. Februar bis 4. April 2026               

Eröffnung: Samstag, 21. Februar 2026, 18.00 bis 20.00 Uhr. Einführung: Helmut A. Müller

Öffnungszeiten: Di, Do, Sa 15.00 bis 18.00 Uhr

Anmeldung per E-Mail an ham@helmut-a-mueller.de oder per Telefon 07133/9004900 erbeten

 

Nordheimer Scheune

Talstraße 31/1

74266 Nordheim

 

Dass wir alle sterben müssen, ist eine bekannte Tatsache und wird doch gerne verleugnet. Aber der Tod bleibt unumgänglich und ist, obwohl oft Kumpan der Reichen,nicht korrumpierbar. Sich einfrieren und nach einigen hundert Jahren auf Eis wieder auftauen zu lassen, vertagt nur das Problem. Metaphysisch Begabtere finden wohleher Gefallen an dem Gedanken, dass mit dem Ende des Lebens nicht gleich alle Hoffnung aufgegeben werden muss und sich mit dem Gang in die Grube eine Türe zu einem neuen Sein auftut. Christen halten den Tod für schon lange besiegt: „Tod? Wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg? … Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!“

Der in Berlin lebende Maler Daniel M. Thurau stellt sich mit seinen Bildern gegen die geistigen Vergiftungungserscheinungen, die ein libertärer Kapitalismus zeitigt, gegen Korruption und Verhärtung – ja, gegen den Tod selbst. Seine im Titelbild der Nordheimer Ausstellung dargestellte Maria Magdalena hat Jesus in seinem Grab gesucht und nicht mehr gefunden. Als er neben ihr steht, erkennt sie ihn nicht. Er fragt sie, warum sie weint und wen sie sucht. Als er sie aber mit „Maria!“ anspricht, geht ihr ein Licht auf und sie antwortet auf Hebräisch: „Rabbuni!“ Das heißt: Meister! Jetzt spricht Jesus zu ihr: „Rühre mich nicht an!“

Thuraus Bilder sind Abwehrschilde gegen die Zumutungen des Tatsächlichen, die Stumpfheit des Alltags und seine Mittelmäßigkeit und gegen jede bloße Intellektualität. Ihre stille Mahnung ist mehr als nur ein bloßer Fingerzeig auf die schwärenden Wunden des Zeitgeistes. Sie ist ein Weckruf für mehr träumerischen Mut, und eine fantasievollere Naivität. Vom Geist, der hinter seinen Bildern steht, geht die tröstliche Botschaft aus: Halte dich an mir fest; ich falle nicht um.

Wir laden herzlich zur Ausstellung und ihrer Eröffnung ein und freuen uns, wenn wir Sie begrüßen dürfen.

 

Vita

*1974 in Köthen/Anhalt, lebt in Berlin

1994 –1998 Studium der Rechtswissenschaften in Halle/S., erstes Staatsexamen

2008/2009 Masterstudium für Zeichnung, NUA, Norwich/U.K.

2010– 013 Masterstudium für Malerei bei Werner Büttner und Jutta Koether, HFBK Hamburg

2022- 2024 Lehrauftrag für Malerei an der HAW Hamburg

AUSSTELLUNGEN (Auswahl ab 2018)

2026 Nordheim Niemand kommt hier lebend raus, Nordheimer Scheune (S)

2025 Odense (DK) Happyness and Death, Nielsen Contemporary, (invited by Rene Holm)

         Berlin 10 Jahre Guthmann Akademie – Texturen der Erinnerung, Gutshaus Neukladow,

         Berlin 15 Jahre SCHAU FENSTER, SCHAU FENSTER Berlin

2024 Dublin La Isla Bonita, TON Gallery

         Würzburg Credo, Galerie Markus Döbele (S)

         Karlsruhe art-Karlsruhe, Galerie Markus Döbele (One Artist Show)

2023 Berlin The New Yesterday, HVW8 Gallery

         Berlin Wo gehen wir denn hin? Gotisches Haus

         Berlin Zeitenwende, CSR Showroom

2022 Sellin/Rügen Nouvelle Vague, Galerie Hartwich

         Berlin On Equal Terms, Uferhallen

2021 Berlin Art in the Times of C., Alexander Ochs Private

         Hamburg broken Romantik, Kunstforum 51 (curated by Lars Teichmann)

2020 Konstanz 40 x 30, Galerie Lachenmann Art

         Berlin Framed #30, FRAMED Culture Room (S)

2019 Barcelona Dark&Stormy, Espronceda Center for Art and Culture

2018 Chemnitz Give Peace Some Change, Galerie Weise (S)

         Kopenhagen Twilight, Gallery Christoffer Egelund (S)

         London Slightly Seared on the Reality Grill, Unit 5 Gallery

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